Erstmals in der Vereinsgeschichte erfolgte die Proklamation der neuen Würdenträger des Schützenvereins Meinkot in einer gemeinsamen Veranstaltung aller Vereine des Dorfes. Beim Dorffest, das am letzten August-Wochenende stattfand, wurden Jürgen und Renate Kutsche als neue Schützen-Majestäten ausgerufen. Damit erhielt die mit Höhepunkten gespickte Veranstaltung einen wortwörtlich "königlichen" Glanzpunkt.

Der Startschuss für das Dorffest fiel bereits am Mittwoch, als sich Mitglieder aller örtlichen Vereine zum gemeinsamen Zeltaufbau auf dem Festplatz trafen. Neben dem Schützenverein  waren das der Sportverein und die Freiwillige Feuerwehr, jeweils auch mit ihren Fördervereinen, die Kirchengemeinde und die Sportler des in Meinkot ansässigen "Goshin-Jutsu-No-Michi".



Tags darauf fanden sich die Schützendamen bei der noch amtierenden Schützenkönigin Heike Berndt zum Binden der Girlande ein, die schließlich mit vereinten Kräften als Schmuck am Festplatz-Eingang angebracht wurde.



Den eigentlichen Beginn des Dorffestes bildete der Flohmarkt, der am Samstagvormittag startete und nahtlos in das Kinderfest überging. Bei herrlichem Sommerwetter strahlten  die zahlreichen Kinder und die große Zahl der freiwilligen Helfer um die Wette. Und während im Zelt beste Stimmung bei Kaffee und Kuchen herrschte - wie in jedem Jahr hatten die Meinkoter Bürger wieder viele leckere Kuchen und Torten gespendet -, vergnügten sich die Festbesucher an den vielen Ständen draußen bei Sport und Spaß, kauften Lose für die reich bestückte Tombola oder informierten sich an den verschiedenen Info-Ständen der Vereine und der Feuerwehr.  Großes Interesse fand auch das Schießkino im Schützenheim, obwohl es aus organisatorischen Gründen abseits des Festplatzes hatte aufgebaut werden müssen.



Der Kracher des Abends war die Band "Tänzchentee". Binnen weniger Minuten hatten die Musiker so viel Stimmung unter die zahlreichen Besucher im Zelt gebracht, wie es kaum einer für möglich gehalten hätte. Und so ging es stundenlang weiter - ohne die kurzen Pausen hätte wohl keiner bis Mitternacht durchgehalten!



Wesentlich besinnlicher startete der zweite Tag des Meinkoter Dorffestes: An dem großen Feldstein, der für diesen Zweck zum Altar umfunktioniert worden war, feierte Pastorin Tanja Klettke mit gut zwei Dutzend Besuchern einen Gottesdienst. Anschaulich begründete sie in ihrer Predigt, warum es völlig im Sinne des christlichen Glaubens ist, wenn die Menschen immer mal wieder fröhlich sind und ausgelassen feiern.

Diesen Worten folgte denn auch gleich die Tat: Im Festzelt startete das Katerfrühstück, zu dem sich wieder zahlreiche Gäste aus Meinkot und der ganzen Umgebung einfanden. Auch hier sorgten wieder Mitglieder der örtlichen Vereine für einen reibungslosen Ablauf, so dass auch hier schnell gute Stimmung aufkam. Und während im Zelt noch die letzten Brötchen gegessen und die letzten Freibiere getrunken wurden, ging es auf dem Festplatz schon wieder mit Spiel und Spaß für die Kinder weiter.



Kurz vor der nachmittäglichen Kaffee- und Kuchen-Tafel dann der Höhepunkt für die Schützen: Die Proklamation der neuen Würdenträger. Sowohl Jürgen als auch Renate Kutsche errangen ihre Titel nicht zum ersten Mal. Und auch ihre Begleiter sind bereits erfahren: Rainer Jasper und Bernhard Lemmle sowie Heike Berndt und Yvonne Lemmle trugen bereits öfters die Schärpen der Königsbegleiter.

Den Schlusspunkt des gemeinsamen Dorffestes bildete am Montag der Zeltabbau. Auch hier beteiligten sich wieder alle Vereine und zeigten auf diese Weise ihre Verbundenheit mit dem Dorf Meinkot. Ihnen allen gilt ein großes Dankeschön und ein dickes Lob - ganz besonders aber dem Vorbereitungs-Team mit Toby, Henning und Ingrid an der Spitze, das sich bereits Monate vorher um all die vielen Dinge gekümmert hat, die nötig sind, damit eine derartige Veranstaltung zu einem so schönen Erfolg wird.